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Acht von zehn Sensoren sind im Boden

Der zweite Probeeinbau bringt fünf weitere Bodenfeuchtesensoren an bewusst schwierige Standorte, und die Zuordnung von Sensor und Baum hat ihren ersten Einsatz im Feld.

Cedrik Hoffmann

Lead Developer & Projektleitung

2 Minuten Lesezeit

An einem ausgehobenen Loch verfüllt eine Person mit dem Spaten, zwei weitere schließen die Sensoreinheit an, im Hintergrund hängt der Erdbohrer

Der erste Probeeinbau im Mai hat gezeigt, dass das Konzept trägt. Die zweite Runde am 11. Juni 2026 sollte zeigen, ob es das auch dort tut, wo die Bedingungen schwieriger sind. Für die nächsten fünf Sensoren haben wir gemeinsam mit dem Technischen Betriebszentrum Flensburg (TBZ) bewusst Extremstandorte ausgewählt. Ein sechster Standort stand ebenfalls auf dem Plan, dort kam uns allerdings eine Baustelle zuvor. Am Ende des Tages lagen trotzdem acht der zehn geplanten Sensoren im Boden.

Gelernt aus der ersten Runde

Die Packliste hat sich seit dem ersten Termin weiterentwickelt. Die Taschenlampe, die uns damals gefehlt hatte, war diesmal dabei, dazu ein breiterer Bohrkopf und ein Messgerät, das Leitungen im Boden aufspürt, bevor der Bohrer es tut. Gebraucht wurde vor allem Geduld. An einigen Standorten steckten Steine und Bauschutt im Untergrund, und ein Bohrkopf hat den Tag nicht überstanden, wobei das eher nach Altersschwäche aussah als nach einem zu harten Einsatz. Genau für solche Erfahrungen sind die Probeeinbauten da, jeder Termin schärft die Abläufe für den nächsten.

Der erste Feldtest für die App

Beim ersten Einbau stand die Verknüpfung von Sensor und Baum noch auf der Liste der Vorhaben. Seit Version 0.2.0 ist der Arbeitsablauf Teil der Anwendung, und an diesem Termin musste er zum ersten Mal draußen bestehen. Er ist bewusst für den Einsatz vor Ort gebaut: Direkt am frisch verfüllten Loch wird der QR-Code des Sensors gescannt, die Anwendung ermittelt über die GPS-Position des Geräts den nächstgelegenen Baum und verknüpft beide miteinander. Getestet haben wir das mit einem iPad und einem Smartphone.

Vollständig vergraben

Die Einbauweise hat sich geändert. Die Sendeeinheit liegt diesmal vollständig im Boden, bedeckt von einer dünnen Erdschicht. Oberirdisch ist damit nichts mehr zu erkennen, die Standorte bleiben unauffällig und Pflegearbeiten wie das Mähen werden nicht behindert. Offen war, ob das LoRaWAN-Signal durch die zusätzliche Erde kommt. Es kommt durch, die ersten Daten sind da. Zwei der eingebauten Standorte melden sich allerdings noch nicht. An einem davon hatte schon eine Messung im Vorfeld nur schwachen Empfang gezeigt, insofern passt das ins Bild; beiden Fällen gehen wir nach.

Von der Messung zur Auswertung

Mit jedem Standort wächst der Datenbestand, und damit rückt die eigentliche Aufgabe näher. Aus Messwerten sollen belastbare Aussagen über den Wasserbedarf werden. Derselbe Feuchtewert bedeutet je nach Boden etwas anderes, die Auswertung muss die Bodenart deshalb einbeziehen. Dazu gibt es Studien, auf die wir aufbauen können, und eine erste Version dieser Auswertung kommt zeitnah in die Anwendung. Damit die Rechnung nicht Theorie bleibt, wollen wir anschließend gemeinsam mit dem TBZ zurück ins Feld: neben einem Sensor ein zweites Loch graben, den Boden dort nach Erfahrung beurteilen lassen und das Ergebnis mit dem vergleichen, was unsere Auswertung aus den Sensordaten liest.

Der letzte Einbautermin

Nächste Woche kommen die letzten Sensoren in den Boden. Danach sind alle zehn Teststandorte bestückt, und die Arbeit verlagert sich vom Graben auf die Daten.