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Green Ecolution gewinnt den Sonderpreis Green Coding

Beim Digitalisierungspreis 2026 des Landes Schleswig-Holstein hat Green Ecolution den Sonderpreis Green Coding gewonnen. Digitalisierungsminister Dirk Schrödter hat den mit 25.000 Euro dotierten Preis am 23. September in Kiel überreicht.

Cedrik Hoffmann

Lead Developer & Projektleitung

3 Minuten Lesezeit

Digitalisierungsminister Dirk Schrödter steht mit zwei Vertretern von PROGEEK vor einer Leinwand mit der Aufschrift „Green Ecolution, Herzlichen Glückwunsch!“, einer hält die gläserne Trophäe, der andere die Urkunde

Green Ecolution ist mit dem Digitalisierungspreis 2026 des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet worden, im Sonderpreis Green Coding. Digitalisierungsminister Dirk Schrödter hat den Preis am Abend des 23. September im Gästehaus der Landesregierung in Kiel überreicht. Er ist mit 25.000 Euro dotiert. Den Digitalisierungspreis vergibt das Land seit 2018, einen eigenen Sonderpreis für Green IT gibt es in diesem Jahr zum ersten Mal.

Beworben hatte sich PROGEEK, wo wir Green Ecolution im Landesprogramm Offene Innovation zur Produktionsreife weiterentwickeln. Der Sonderpreis zeichnet Software aus, die sparsam mit Energie und Ressourcen umgeht. Dass wir die Ersten sind, die ihn bekommen, freut uns sehr.

Green IT auf zwei Ebenen

Green Ecolution ist Green IT auf zwei Ebenen. Die erste ist die Software selbst. Das Backend ist in Rust geschrieben, modular aufgebaut und von der API her gedacht, Erweiterungen laufen über ein Plugin-System, und wir setzen auf offene Standards. Weil der gesamte Code offen liegt, kann jede und jeder nachsehen, wo er Ressourcen verbraucht, und Verbesserungen vorschlagen. Die Bodenfeuchtesensoren funken ihre Messwerte über LoRaWAN, das mit sehr wenig Energie auskommt. Eine Batterie hält mehrere Jahre.

Die zweite Ebene liegt draußen auf der Straße. Viele Kommunen planen ihre Gießtouren heute nach Erfahrung, ohne zu wissen, welcher Baum gerade Wasser braucht. Green Ecolution zeigt das auf einer Karte und plant daraus die Route für den nächsten Einsatz. Wer nur dort gießt, wo der Boden trocken ist, spart Wasser. Wer Leerfahrten vermeidet, spart Diesel und CO₂. Beide Ebenen gehören für uns zusammen. Die Software soll selbst sparsam laufen und draußen helfen, Wasser und Fahrten einzusparen.

Im Gespräch auf der Bühne nach der Übergabe des SonderpreisesIm Gespräch auf der Bühne nach der Übergabe des Sonderpreises

Sieben Preise an einem Abend

Insgesamt hat das Land an diesem Abend sieben Projekte ausgezeichnet, die Preisgelder summieren sich auf rund 95.000 Euro. In der Jury saßen Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung, des Städteverbands, der Digitalen Wirtschaft Schleswig-Holstein und des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz.

Den ersten Platz und 25.000 Euro hat das Kieler Start-up Silolytics gewonnen. Es hat eine Sensor- und Softwareplattform für die Silageherstellung gebaut, die während der Futterproduktion zeigt, wie viel und welches Material im Silo liegt. Damit lässt sich die Produktion so steuern, dass möglichst wenig Futter verdirbt. Uns gefällt die Verwandtschaft zu unserem Projekt. Auch dort liefern Sensoren die Daten, aus denen eine Entscheidung wird, nur auf dem Hof statt am Straßenbaum.

Platz zwei und 15.000 Euro gehen an die anymize GmbH aus Kiel. Ihr System anonymisiert sensible Daten automatisch, bevor sie an ein KI-Modell gehen. So können auch Unternehmen mit strengen Datenschutzregeln KI nutzen, etwa in der Medizin. Den dritten Platz und 10.000 Euro hat Revolvie aus Kuden in Dithmarschen gewonnen. Die Software hilft kleinen Betrieben, vor allem im Handwerk, Angebote realistisch zu kalkulieren, und zeigt schnell, ob sich ein Auftrag lohnt.

Neben unserem Sonderpreis gab es drei Sonderpreise für Bildung mit je 6.500 Euro. Sie gingen an das Dentability Institut aus Köhn, die edaira GmbH aus Kiel und die Softstack GmbH aus Flensburg.

Preisträgerinnen und Preisträger des Digitalisierungspreises 2026 mit Minister Dirk SchrödterPreisträgerinnen und Preisträger des Digitalisierungspreises 2026 mit Minister Dirk Schrödter

Danke

Green Ecolution ist als Masterprojekt der Angewandten Informatik an der Hochschule Flensburg entstanden, gemeinsam mit dem Technischen Betriebszentrum Flensburg und der Smarten Grenzregion. Seit Oktober 2025 entwickeln wir die Plattform im Landesprogramm Offene Innovation mit der Stadt Flensburg weiter. Der Preis gehört allen, die daran mitgearbeitet haben, und dem TBZ, das die Anwendung im Alltag erprobt.

Wer sich selbst ein Bild machen will, findet die Demo unter demo.green-ecolution.de und den Quellcode auf GitHub. Beim Open Source Wettbewerb läuft außerdem noch bis zum 30. September das Community-Voting, bei dem ihr für Green Ecolution abstimmen könnt.