Green Ecolution im Schleswig-Holstein Magazin
Der NDR hat über die Stadtbäume berichtet, die den trockenen Sommern nicht mehr standhalten, und Green Ecolution als einen Lösungsansatz gezeigt. Der Fernsehbeitrag lief am 29. August 2026, dazu ist ein Artikel auf ndr.de erschienen.
Cedrik Hoffmann
Lead Developer & Projektleitung
2 Minuten Lesezeit

Am 29. August 2026 lief um 19:30 Uhr im Schleswig-Holstein Magazin ein Beitrag über Stadtbäume, die den trockenen Sommern nicht mehr standhalten. „Extreme Sommer: Stadtbäume in Not“ dauert gut zwei Minuten, gedreht wurde ein großer Teil davon in Flensburg. Am selben Tag ist auf ndr.de ein Artikel von Aaron Schlichting zum Thema erschienen, und die Nachrichten für Schleswig-Holstein auf NDR 1 Welle Nord haben es ebenfalls aufgegriffen.
Tausende Bäume sind bereits verloren
Der Beitrag fängt nicht bei uns an, sondern beim Problem. Die Deutsche Umwelthilfe zählt für die vergangenen Jahre tausende abgestorbene Bäume in Schleswig-Holsteins Städten, besonders betroffen sind Lübeck und Neumünster. Annette Eschenbach, Professorin für Bodenschutz an der Universität Hamburg, beschreibt im Artikel, warum ein Stadtbaum es auch ohne Klimawandel schwer hat. Versiegelte Flächen, Leitungen im Untergrund, zu wenig Wurzelraum, zu wenig Wasser. Ein ausgewachsener Baum braucht nach ihren Angaben 200 bis 500 Liter am Tag, damit er die Umgebung spürbar kühlt. So viel Regen ist in diesem Jahr nicht gefallen.
Genau hier wird bedarfsgerechte Bewässerung interessant. Sie hält den Klimawandel nicht auf. Sie sorgt dafür, dass das Wasser, das eine Stadt überhaupt ausbringen kann, an den Bäumen ankommt, die es gerade brauchen.
Was der NDR in Flensburg gezeigt hat
Beim Technischen Betriebszentrum Flensburg (TBZ) dauern die Bewässerungseinsätze lange, und die anderen Aufgaben des Betriebszentrums bleiben in dieser Zeit liegen. Der Beitrag zeigt, wie ein Sensor in 80 Zentimeter Tiefe im Boden verschwindet und wo seine Messwerte landen: auf einer Karte in der TBZ-Zentrale. Leuchtet ein Baum dort rot, ist der Boden zu trocken. Aus den roten Punkten plant die Anwendung die Route für die nächste Gießfahrt.
Bisher liegen zehn Teststandorte im Flensburger Stadtboden. Rund 150 Sensoren sollen in nächster Zeit dazukommen. Fällt die Testphase gut aus, wäre das ein Ansatz, der sich auch auf andere Städte in Schleswig-Holstein übertragen lässt.
Im Interview habe ich gesagt, was mir an dem Projekt am meisten bedeutet: Wenn man als Student in Flensburg wohnt und dann gemeinsam mit der Stadt etwas entwickelt, das sie wirklich braucht, ist das schon etwas Besonderes.
Der Drehtag
Gefilmt wurde am 24. August, einen Vormittag lang am Straßenrand. Zuerst der Erdbohrer: Der Bagger setzt ihn neben dem Baum an, nach wenigen Minuten steht das Loch. Alles danach ist Handarbeit und dauert deutlich länger. Sensor ausrichten, Kabel verlegen, verfüllen.
Vor der Kamera standen beide Seiten. Wir haben erklärt, wie das System funktioniert und warum wir es als Open Source entwickeln. Das TBZ hat beschrieben, wie Baumbewässerung im Alltag tatsächlich abläuft. Fahrzeuge und Zeit sind knapp, der Bedarf schwankt von Baum zu Baum, und bislang fehlen die Daten, um beides zusammenzubringen.
Beitrag und Artikel
Der Fernsehbeitrag steht bis zum 29. August 2028 in der Mediathek. Der NDR hat uns erlaubt, ihn hier einzubinden.

Beim NDR selbst liegt der Beitrag unter Extreme Sommer: Stadtbäume in Not. Den Artikel gibt es unter Trockenheit und Hitze in SH: Tausende Bäume in Städten sterben ab.
95 Millimeter Regen, und der Boden bleibt trocken
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