Zum Hauptinhalt springen
Projekt

Smartes Grünflächenmanagement für lebenswerte Städte

Green Ecolution ist eine Open-Source-Lösung für die effiziente Bewässerung urbaner Bäume. Unsere Software kombiniert Sensordaten mit intelligenter Routenoptimierung und ermöglicht so eine gezielte, ressourcenschonende Einsatzplanung. Entwickelt in Zusammenarbeit mit der Stadt Flensburg und bald auch für deine Kommune verfügbar.

Software

Fundierte Handlungsempfehlungen zur Bewässerung auf einen Blick

Unser System wertet die Sensordaten wissenschaftlich aus und zeigt, zu welchem Zeitpunkt eine Bewässerung notwendig ist. Die Daten werden so aufbereitet, dass sie einfach zu interpretieren und direkt in die Einsatzplanung einzubinden sind.

app.green-ecolution.de
Green Ecolution Dashboard - Übersicht der Bewässerungsempfehlungen
Prozess

Messen. Verstehen. Handeln.

Von der Bodenfeuchte zur optimierten Bewässerungsroute, in einem durchgängigen digitalen Workflow.

01 · Erfassen

Messen

Bodenfeuchtesensoren erfassen Bodenfeuchte und Temperatur in mehreren Tiefen (30/60/90 cm). Die Daten werden energieeffizient über LoRaWAN übertragen.

  • Bodenfeuchtesensoren in 30, 60 und 90 cm Tiefe
  • Erfassung von Bodenfeuchte und Temperatur
  • Energieeffiziente Übertragung über LoRaWAN
  • Bodenbündige Installation, kein Einfluss auf Pflegearbeiten
02 · Analysieren

Verstehen

Ein Ampelsystem zeigt auf einer Karte den aktuellen Bewässerungsbedarf. Mitarbeiter erkennen auf einen Blick, welche Grünflächen Wasser brauchen. Zeitverläufe ermöglichen detaillierte Analysen.

  • Ampelsystem zeigt Bewässerungsbedarf auf einer Karte
  • Priorisierung nach Dringlichkeit bei begrenzten Kapazitäten
  • Zeitverläufe für Bodenfeuchte, Temperatur und Wasserspannung
  • Echtzeit-Dashboard mit allen relevanten KPIs
03 · Ausführen

Handeln

Automatisierte Einsatz- und Routenplanung erzeugt optimierte Bewässerungstouren unter Berücksichtigung von Wasserkapazität, Fahrzeuggröße und Straßenrestriktionen.

  • Automatisierte Einsatz- und Routenplanung
  • Berücksichtigung von Wasserkapazität und Fahrzeuggröße
  • Straßen- und Zufahrtsrestriktionen einbezogen
  • Export der Routen auf Navigationsgeräte
System-Architektur

Der Weg der Daten

So gelangen die Messwerte vom Baum bis zur optimierten Bewässerungsroute durch das Green Ecolution System.

01

Sensor

Misst Bodenfeuchte am Baum

02

Gateway

LoRaWAN Übertragung

03

Backend

Datenverarbeitung & Analyse

04

Dashboard

Visualisierung & Tourenplanung

Die Routenoptimierung im Backend übernimmt Streamlet, ein eigener Dienst von uns, der sich auch außerhalb von Green Ecolution einsetzen lässt.

Voraussetzungen

Was du dafür brauchst

Der Einstieg ist kleiner, als es zunächst aussieht. Die vier Punkte beschreiben, was aus der Kommune kommen muss.

Die Einsatz- und Routenplanung rechnet bereits ohne Sensorik. Bäume, Flotte und Nachfüllpunkte genügen. Die Bodensonden verbessern die Priorisierung, weil sie zeigen, welche Flächen wirklich Wasser brauchen.

  • Baum- und Flächendaten

    Die Standorte kommen per CSV-Import oder über die Anbindung eines vorhandenen Baumkatasters. Ein Kataster muss also nicht neu aufgebaut werden.

  • Die vorhandene Flotte

    Gießwagen, Transporter und Anhänger mit ihren Wasserkapazitäten sowie die Nachfüllpunkte im Stadtgebiet. Eine neue Flotte oder stationäre Bewässerungstechnik ist nicht nötig.

  • Eine Funkanbindung für die Sonden

    Die Sonden funken heute über LoRaWAN und das offene The Things Network. Schleswig-Holstein hat seit 2024 ein landesweites Netz mit über 420 Gateways aufgebaut. Wo keine Abdeckung besteht, lässt sich entweder ein eigenes Gateway setzen, oder dieselben Sonden kommen mit NB-IoT und SIM-Karte zum Einsatz. LoRaWAN ist die heute genutzte Technik, keine Bedingung.

  • Einen Betreiber für die Plattform

    Wir betreiben die Plattform für dich, mit Updates, Sicherungen und Support. Weil der Quellcode offen und lizenzkostenfrei ist, bleibt der eigene Betrieb jederzeit möglich. Du bist also nicht an uns gebunden und musst dich trotzdem um nichts kümmern.

Wie die Tourenoptimierung rechnet und was sie als Eingabe erwartet, beschreibt die Seite zur Tourenoptimierung.

Produktumfang

Was zum System gehört

Green Ecolution besteht aus Software, Hardware und den Leistungen drumherum. Die Software ist quelloffen, die Sonden und die Unterstützung kommen von der PROGEEK GmbH aus Flensburg.

Das Masterprojekt an der Hochschule Flensburg hat gezeigt, dass der Ansatz im kommunalen Alltag trägt. Was Kommunen heute bekommen, entsteht auf dieser Grundlage bei PROGEEK.

  • Software

    Die Plattform mit Karte und Dashboard, die Gruppierung zu Bewässerungseinheiten, Fuhrpark- und Teamverwaltung, das Benutzer- und Rollenkonzept, die Mobile App und die Auswertung des Verbrauchs. Der Quellcode ist offen, für Kommunen fallen keine Lizenzkosten an. Die Tourenoptimierung mit Nachfüllstationen kommt über Streamlet dazu und wird separat vereinbart.

  • Hardware

    Die Bodensonde erfasst den Bodenwasserstatus in mehreren Tiefen und funkt über LoRaWAN oder, wo kein LoRaWAN verfügbar ist, über NB-IoT mit SIM-Karte. Sie ist für den öffentlichen Raum ausgelegt, wird mit marktüblichen Erdbohrern bodenbündig eingebracht und behindert Pflegearbeiten wie Mähen nicht. Die Sonden sind über PROGEEK beziehbar, eine eigene Firmware ist in Entwicklung, und perspektivisch soll regional gefertigt werden.

  • Leistungen

    PROGEEK übernimmt Hosting und Betrieb, passt die Plattform an die Organisationsstruktur der Kommune an, bindet vorhandene Datenquellen an und unterstützt bei der Einführung. Du bekommst ein System, um das sich jemand kümmert, und behältst jede Freiheit, die offener Quellcode mitbringt.

Zwei Mitarbeitende von PROGEEK sehen sich gemeinsam etwas auf einem Laptop an.

Wir beraten dich von der ersten Frage bis zum laufenden Betrieb. Bei PROGEEK in Flensburg sprichst du direkt mit den Leuten, die das System bauen und betreiben.

Angebot anfragen
Governance

Open Source als Prinzip

Transparenz, Unabhängigkeit und Nachnutzbarkeit: die Grundpfeiler unserer Open-Source-Strategie.

Lizenz

AGPL-3.0-only

Lizenziert unter der AGPL. Finanziert im Rahmen des Landesprogramms „Offene Innovation" des DigitalHub.SH.

Souveränität

Digitale Souveränität

Keine Abhängigkeit von proprietären Plattformen. Kommunen behalten die Kontrolle über ihre Daten und Infrastruktur. Kein Vendor-Lock-in.

Modularität

Plugin-System

Modulare Erweiterungen für kommunenspezifische Anpassungen ohne Änderung der Kernsoftware. Import-Plugins für Baumkataster, CSV, Datenbanken.

Integration

API-first

Offene Schnittstellen für Integration in kommunale IT-Landschaften. Anbindung an IoT-Hubs und Open-Data-Portale.

Community

Nachnutzung & Community

Quellcode und Dokumentation liegen öffentlich auf GitHub. Verbesserungen, die für eine Kommune entstehen, stehen allen anderen zur Verfügung.

Wirtschaftlichkeit

Kosteneffizienz

Keine Lizenzkosten für Kommunen. Die Wertschöpfung bleibt in Schleswig-Holstein, weil Weiterentwicklung und Betrieb regional erfolgen.

Vorteile

Alle weiteren Funktionen und Vorteile

Das Projekt ist öffentlich einsehbar und hat als Ziel, den Wasserverbrauch für die Bewässerung zu verringern sowie eine variable Einsatzplanung zu ermöglichen.

Offene Lösung für alle

Prüfbarer Quellcode, keine Lizenzkosten und keine Bindung an einen Anbieter

Optimierte Routen

Individuelle Einsatzplanung zur effizienteren Bewässerung

Weniger ist mehr

Gezielte Bewässerung, weniger Wasserverbrauch

Vision

Für jede Kommune gemacht

Die Plattform ist bewusst so gestaltet, dass sie in jeder Kommune eingesetzt werden kann. Kartenbereiche, Organisationsstrukturen und Bewässerungsregionen sind frei konfigurierbar.

Es werden ausschließlich offene Standards und Open-Source-Komponenten verwendet. Cloud-native Architektur mit Kubernetes ermöglicht einen mandantenfähigen, hochverfügbaren Betrieb. Weitere Kommunen können leicht hinzugefügt werden.

Roadmap

Mobile App mit QR-Scan

Abgeschlossen

Sensor-Setup per QR-Code und GPS direkt vor Ort am Baum

Benutzer- und Rollenkonzept

Abgeschlossen

Feingranulare Rechteverwaltung für Mitarbeitende, Dienstleister und Partnerkommunen

Eigene Sensor-Firmware

In Arbeit

Vollständig selbst entwickelte Firmware für maximale Kontrolle und Anpassbarkeit

Open-Data-Export

Geplant

Anbindung an das Open-Data-Portal des Landes Schleswig-Holstein

Weitere Grünflächentypen

Geplant

Erweiterung auf Beete, Stauden und Parks über Bäume hinaus

···und vieles mehr in Planung

Presse

Green Ecolution im Schleswig-Holstein Magazin

Der NDR hat im August 2026 über Stadtbäume berichtet, die den trockenen Sommern nicht mehr standhalten, und dafür einen Vormittag in Flensburg gedreht. Der Beitrag zeigt, wie ein Bodenfeuchtesensor eingebaut wird und wie das Technische Betriebszentrum daraus die nächste Gießfahrt plant.

Blick von unten in eine Eichenkrone, die Sonne blitzt zwischen den Blättern durch, unten links das Logo des Schleswig-Holstein Magazins
Beim Abspielen werden Daten an ndr.de übertragen. Mehr dazu im Datenschutz
NDR SH | Schleswig-Holstein Magazin | 29.08.2026
Ressourcen

Weiterführende Links & Erwähnungen

Kontakt

Lass uns gemeinsam grüner werden

Hast du Fragen, Feedback oder ein Anliegen? Wir freuen uns über deine Nachricht und melden uns so schnell wie möglich bei dir.